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Thee Oh Sees: Castlemania (Albumkritik)

 

the oh sees 01 Thee Oh Sees

Castlemania

(In the Red)

starslarge_3einhalb

Die in San Francisco beheimateten Thee Oh Sees sind eine Band mit unscharfen Grenzen – mal handelt es sich mehr oder weniger um ein Soloprojekt der US-Garagen-Punk-Stütze John Dwyer, mal treten sie als echte Band in Erscheinung. Stilistisch bewegt man sich zwischen psychedelischen Schrullen und die Verstärker zum Schmelzen bringender Wildheit. In den vergangenen Jahren haben sie sich vermehrt auf Letzteres konzentriert, waren fast ständig auf Tournee und avancierten so zu einer echten Kulttruppe. Auf Castlemania gehen sie es wieder etwas gemächlicher an: die Gitarren sind größtenteils akustisch (obwohl mit Punkenergie angeschlagen), die Arrangements sind voll chaotischer, verspielter Farbigkeit und die Melodien so ziemlich die poppigsten, die sie bis jetzt aufgenommen haben. Die Songs scheinen nur so aus Dwyer herauszusprudeln – nur zwei der 16 auf dem Album sind Coverversionen – und sein Umgang mit Melodie und Harmonie wird immer besser. Der leichte Anflug von 60-er-Jahre-Alberneit (unter den Songtiteln finden sich „Spider Cider“ und „Idea for Rubber Dog“) und Dwyers mitunter an Cartoons erinnernde Gesangseinlagen könnten manche abschrecken, aber das Ganze verfügt über ausreichend sonnigen, lustigen, manischen Charme, um zu funktionieren.

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