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Caged Animals: Eat Their Own (Albumkritik)

 

caged-animals-01 Caged Animals

Eat Their Own

(Lucky Number)

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Einen Moment lang würde man schwören, dass es Justin Timberlake ist, der da „I set the world aflame with my piles of money” singt, denn eine irgendwie betäubt klingende Stimme zu kitschigen Keyboardklängen. Die Stimmung ist so verträumt, so zärtlich, dass man den sarkastischen Unterton der Texte fast überhören könnte. Selbstverständlich steht nicht Justin Timberlake hinter dem Mikrophon, sondern Vincent Cacchione, ein in New Jersey aufgewachsener Indies-Musiker, der jetzt in Brooklyn lebt und modernen R&B ebenso zu schätzen weiß wie Pavement oder Phil Spector. Sein Debütalbum als Caged Animals (er brachte schon unzählige Werke unter verschiedensten Namen heraus) entwickelt sich folglich vom Schlafliedgesang von „Somebody to Use” über ausgewachsenen Doo-Wop („The NJ Turnpike“) bis hin zur verzerrten Gitarre von „Hazy Girls“, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Obwohl er selbst mittlerweile Ende 20 ist, gelingt es Cacchione perfekt, die Sehnsucht und den Liebesschmerz der in den Vorstädten wohnenden Teenager zum Ausdruck zu bringen. Er wird vermutlich nie so berühmt werden wie Timberlake und auch nie über dessen Reichtum verfügen, aber Cacchiones Gespür für Popmelodien – besonders auf „Teflon Heart“ – lässt erahnen, dass er beides verdient.

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