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Meat Loaf: Hell in a Handbasket (Albumkritik)

 

meat_loaf_01 Meat Loaf

Hell in a Handbasket

(Sony)

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Hell in a Handbasket wird von Meat Loaf als „das ehrlichste Album, das ich je gemacht habe“ beschrieben und zeigt ihn in zorniger Stimmung, wobei die üblichen Wölfe heulen, Kanonen feuern und ein stimmlicher Hurrikan über den Zuhörer hinwegfegt, der die Pflanzen im Garten ausreißen kann. Also im Grunde wenig Neues, obwohl es diesmal Geigen, Rap und härtere Musik als auf den letzten Alben zu hören gibt. Auf der mitreißenden Eröffnungsnummer „All of Me“ ist er auf sich selbst ob seiner Unsicherheit und auf die Welt insgesamt wütend. Wo Meat ausnahmsweise einmal selbst nicht wütend genug ist, engagiert er Chuck D, um die Empörung noch deutlicher hörbar zu machen, was ungefähr so ist, als würde man von zwei wirklich bösartigen Polizisten in die Mangel genommen. Der Loaf mag ungehalten sein, dass Songwriter-Produzenten-Großmeister Jim Steinman diesmal nicht mit ihm spielen möchte, aber ein ganzes Team von Songschreibern (und eine apokalyptische Coverversion von „California Dreamin'“ bei der man viel zu stark auf AutoTune gesetzt hat) hat diese Lücke mit einer ganzen Gebirgskette von Gipfeln und Talsenken gefüllt. Our Love and Our Souls führt ihn wieder mit Patti Russo zusammen; „Party of One“ ist ein klassisches Loaf-Stück; und das ebenfalls großartige „Another Day“ mit seinem Pianogeklimper ist eine wunderbar unverfälschte Beichte zum Thema Einsamkeit und verlorene Liebe. Alles ist so riesig, albern und bombastisch wie eh und je, doch angereichert mit einer Verletzlichkeit, die seltsam berührt.

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