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Sinead O’Connor: How About I Be Me (And You Be You)? (Albumkritik)

 

sinead-oconnor-sinead-oconnor-married-01 Sinéad O’Connor

How About I Be Me (And You Be You)?

(One Little Indian)

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Die stets schillernde und umstrittene Sinéad O’Connor meldet sich mit ihrem neunten Album zurück, nachdem sie in letzter Zeit vor allem durch ihre Twitter-Suche nach einem Partner, ihre Eheschließung mit einem Drogenberater, die durch ihren Versuch, in der Hochzeitsnacht Marihuana zu erwerben, fast eine rekordverdächtig schnelle Scheidung zur Folge gehabt hätte, und Selbstmordgedanken auffiel. Also im Grunde alles wie immer – obwohl die Songs sich trotz der nüchternen, kristallenen Stimme auf überraschend fröhliche und humorvolle Weise mit Themen wie Liebe, Scheinheiligkeit und Elternschaft befassen. Im vortrefflichen „Reason With Me“ schlüpft sie in den Charakter einer Drogenabhängigen, die um Erlösung bittet, aber die aufseheneregendsten Momente des Albums sind jene, in denen sich die Mittvierzigerin ganz aus sich herausgeht. „Take Off Your Shoes“ zieht über die von Pädophilieskandalen erschütterte katholische Kirche her („I bleed the blood of Jesus over you"). „Very Far from Home“ ist ein abgeklärtes, berührendes Eingeständnis der Verletzlichkeit. „V.I.P.“ geht mit der Celebrity-Kultur, Materialismus, MTV und (sicher auch) Bono hart ins Gericht, „Old Lady“ ist purer Pop und John Grants wildes und lustiges „Queen of Denmark“ klingt, als wäre es für sie geschrieben worden. Das Album ist eine melodiöse emotionale Achterbahnfahrt. Es ist aufregend, so viel Zorn und Entrüstung zu hören – Qualitäten, die in der heutigen Popmusik Mangelware sind.

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