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Storm Corrosion: Storm Corrosion (Albumkritik)

 

storm corrosion 01b Storm Corrosion

Storm Corrosion

(Roadrunner)

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Steven Wilson und Mikael Åkerfeldt, zwei der allgemein gepriesenen treibenden Kräfte des Progressive Rock, haben mit ihren jeweiligen Bands (Porcupine Tree beziehungsweise Opeth) beachtliche Werke produziert, aber nun legen sie mit Storm Corrosion ihre erste echte Zusammenarbeit vor. Auf diesem Album bieten sie bei weitem nicht das, was sich die Fans erwartet haben dürften, sondern experimentieren munter drauflos und erfreuen uns mit sechs ausufernden Stücken, die von allen möglichen seltsamen musikalischen Strömungen beeinflusst sind. Die grinsenden Gespenster von Acid Folk und makabren psychedelischen Klängen werfen große Schatten über die Eröffnungsnummer „Drag Ropes“, auf der die Stimmen der beiden einander über einem düsteren Miasma von Streichern, akustischen Gitarren und analogen Keyboards umschlingen. Auf der Titelnummer sticht ein Orchester mit grotesken Dissonanzen, die eines Ligeti oder Scelsi würdig wären, auf die Synapsen ein, während zersetzender Lärm einen zarten Refrain an den Rand des Scheiterns bringt. Da die polyrhythmischen Riffs und die donnernden Drums ihrer Hauptbands fehlen, werden so zerbrechliche und amorphe Stücke wie das zärtlich erschreckende „Hag“ und das ein wenig an Radiohead erinnernde „Happy“ ebenso viele Leute irritieren wie bezaubern, aber als Reise in unbekannte Gefilde ist Storm Corrosion ein uneingeschränkter Erfolg.

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