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Swans: The Seer (Albumkritik)

 

swans band 02b Swans

The Seer

(Young God)

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Der Ruf der Swans eilt ihnen voraus: die „lauteste" oder „heaviest“ Band der Welt. Es kursieren finstere Gerüchte von anstrengenden Gigs, die Teile des Publikums zum Erbrechen bringen. Ihr zweites Album seit der Reformierung im Jahre 2010 – davor gingen die Musiker 14 Jahre lang getrennte Wege – wird die Schwachen und Mutlosen nicht so sehr in Schrecken versetzen, aber es ist trotzdem eine ziemliche Herausforderung. Es ist zwei Stunden lang, beinhaltet Songs, die 30 Minuten dauern, und wird von Frontmann Michael Gira großspurig als „the culmination of every other Swans album" bezeichnet. Die Eröffnungsnummer „Lunacy“ („Lunacy! Lunacy!") klingt wie ein Hexengesang; „Mother of the World“ wiederholt zwei Noten über etwas, das sich nach einem TV-Testton anhört. Der extrem lange Titeltrack kracht wie Wellen von Heavy Metal auf eine Industrial-Küste. Durchhaltevermögen bringt Belohnung, und zwar in Form des eindringlichen Funk von „The Seer Returns“ und des ungewöhnlich hübschen, von Karen O gesungenen „Song for a Warrior“, einer ätherischen Country-Ballade. Giras verkündete musikalische Ziele sind „Schönheit und Ekstase", und beide sind in den bimmelnden Glocken des hypnotischen „Avatar“, den epischen Konstruktionen aus Gitarre und Schlagzeug, Giras Lou-Reed-artigem Gesang auf „A Piece of the Sky“ und dem Can-artigen Mantra „The Apostate“ im Überfluss vorhanden. The Seer ist sicherlich kein Album, das jedem gefallen wird, aber es sollte den Swans den einen oder anderen neuen Fan bescheren.

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