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Peter Dinklages Darbietung in Destiny ist... nicht gerade berauschend

 

destiny peter dinklage 01

Sehr viele waren ziemlich begeistert, als Bungie verlautbarte, dass der beliebte Schauspieler Peter Dinklage, der vor allem für seine Darstellung des Tyrion Lannister in Game of Thrones bekannt ist, in dem extrem gehypten Shooter Destiny eine große Sprecherrolle haben wird.

Seit rund einer Woche lässt Bungie zahlreiche Leute eine „early-look“ Alpha-Version von Destiny spielen, so dass es immer mehr Leute gibt, die zumindest einen kleinen Teil des Spiels kennen. Das Spiel selbst ist ziemlich unterhaltsam, wenn auch weit davon entfernt, revolutionär zu sein, doch etliche Videospiel-Journalisten beklagen sich über die langweilige Sprecherleistung von Peter Dinklage, die zu den negativen Überraschungen zählt.

Dinklages Stimme ist eines der ersten Dinge, die man zu hören bekommt, wenn man die Alpha-Version von Destiny in Angriff nimmt. Er spielt in diesem Spiel einen "Ghost" und ist der roboterartige Begleiter des Spielers, der diesem auf seinen Abenteuerreisen von Planet zu Planet mit Rat und Tat (vor allem mit Rat) zur Seite steht. Er schwebt herum und gibt Ratschläge zur aktuellen Situation, wartet mit Informationen zur Geschichte der Umgebung auf und kommentiert mitunter das aktuelle Geschehen. Da Ihr eigener Charakter im Spiel nicht spricht, wird Dinklage mehr oder weniger die Stimme von Destiny sein.

Leider ist seine Darbietung erschreckend hölzern und meilenweit von seinen oft so fesselnden Szenen in Game of Thrones entfernt. Hier ist ein Zusammenschnitt einiger der Zeilen, die er in der Hauptmission der Alpha-Version spricht:

Seine Leistung als Sprecher ist platt, sie ist verhalten, sie klingt oft geradezu lustlos. Der zweite Clip ist annehmbar, aber von da an geht es rasch bergab. Game Trailers nahm weitere Zeilen auf, die er an anderen Stellen im Spiel spricht, und einige davon sind noch platter:

Um fair zu bleiben, Dinklage spielt eine Roboter-AI. Aber wenn das Sci-fi-Genre uns eines gelehrt hat (darunter auch Bungies eigene Halo Serie), dann ist es, dass künstliche Intelligenzen in Robotergestalt unterhaltsame, liebenswerte Charaktere sein können. Mitunter hört es sich so an, als würde Dinklage zögern oder über Textzeilen stolpern ("The Fallen have ss...ealed this gate") oder so reagieren, als sähe der Skript zum ersten Mal. Er klingt wie ein Schauspieler, der sich des Charakters nicht sicher ist und dem ein entschlossener Regisseur fehlt, der ihn wissen lässt, wer er sein soll. Wann immer er zu sprechen beginnt, werde ich abrupt aus dem Spiel herausgerissen und daran erinnert, dass, oh ja, der Typ, der Tyrion Lannister spielt, nicht sonderlich daran interessiert ist, mich davon zu überzeugen, dass das, was rund um mich passiert, von Bedeutung ist.

Natürlich ist die Alpha-Version, die derzeit gespielt werden kann, nicht das fertige Spiel. (Doch das kommt bereits in etwas mehr als zwei Monaten auf den Markt.) Es ist gut möglich, dass Dinklage die Texte zumindest teilweise neu spricht oder dass Bungie die Aufnahmen noch durch den einen oder anderen Filter jagt, damit das Ganze besser in die Spielwelt passt. Und Dinklage kann nicht allein dafür verantwortlich gemacht werden. Die Zeilen, die er sprechen muss — "That wizard came from the moon!" —, sind nicht gerade The Station Agent

Wie dem auch sei, als ich hörte, dass ein so renommierter Schauspieler an Destiny, mitarbeitet, erwartete ich mir etwas mehr. Bleibt nur zu hoffen, dass Bungie, wenn das Spiel im September erscheint, genügend Zeit gehabt haben wird, eine bis jetzt fehlende Spezialsauce zu Dinklages Darbietung hinzuzufügen, damit sich unser Versuch, die Galaxie zu retten, nicht gar so langweilig anhört.

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