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Owl John: Owl John (Albumkritik)

 

Selbsthass und Verbitterung sind Stoff für hervorragende Songs

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Owl John: Owl John (Atlantic)

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Scott Hutchinson nahm dieses Album auf der Isle of Mull auf, und zwar zwischen Perioden des Schreibens mit seiner Band Frightened Rabbit. Er säuberte seine Gedanken und schuf ein Soloalbum, das vor Selbsthass und Verbitterung über die Außenwelt nur so knirscht und klappert. Mit dem zeremoniellen „Hate Music“ als Achse - ein reinigender, sarkastischer Krieg der Worte, der wirkt als wären Biffy Clyro und Queens of the Stone Age gemeinsam bei der Paartherapie – wirkt das Album, als würde es zugleich vom graubraunen Matsch der Inneren Hebriden verschmutzt und von den berbrannt-orangen Himmeln einer amerikanischen Stadt ausgedörrt. Doch noch so viel Slide-Gitarre kann den Schotten von seiner Heimat nicht völlig trennen: die nasskalte Natur seiner Texte ist typische britische Schwarzmalerei, und zwar ganz egal, ob er sich Affären ("We suck one another at night"), Ruhm ("Chloroform the singer who has nothing to say") oder mit Innenschau ("How can I come to be such a stupid boy?") befasst. Owl John: Wenig Selbstvertrauen, aber sehr ambitioniert.

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