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Grace: FMA (Albumkritik)

 

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Grace: FMA (Columbia)

 

 

Sie mag zwar einer breiten Öffentlichkeit noch nicht bekannt sein, aber die Stimme der neunzehnjährigen Grace Sewell erklang in der letzten Vorweihnachtszeit in Millionen Wohnzimmern vor allem in Großbritannien. Sie sang die Coverversion von Lesley Gores 1963 veröffentlichter Hymne „You Don’t Own Me“, die House of Fraser für seine Werbekampagne zu den Festtagen verwendete, und ihre erhabene, wogende Interpretation konnte sich aufgrund der schieren Allgegenwart auf die vorderen Ränge der Charts hocharbeiten. Doch anstatt sich auf den Erfolg dieses Songs zu verlassen und schnell ein Album nachzuschieben, erscheint das Debüt der australischen Sängerin sechs Monate später und erfreut mit ihrer starken Stimme und sinnlichem, leichtverdaulichem Soul. Es finden sich zwar Elemente der kalkuliert altmodischen Balladenkunst von Meghan Trainor, doch Sewells Texte orientieren sich eher an Amy Winehouses Liebesleid (“I drink so much / I guess it’s called love”). Trotz seines Titels, der für Forgive My Attitude steht, sind ihre Songs – sie umfassen stilistisch lässigen Bossa Nova, Jazz und Neo-Soul – durchaus feinsinnig und deuten an, dass mehr Talent für das Schreiben anspruchsvoller Songs hat als für das Verkaufen von Schals.

 

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