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Gregory Porter: Nat King Cole and Me (Albumkritik)

 

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Gregory Porter: Nat King Cole and Me (Decca/Blue Note)

 

 

Gregory Porter hat sich zum größten Crossover-Star der Jazzmusik seit Jahrzehnten gemausert, ohne den Eindruck zu erwecken, Kompromisse einzugehen. Er singt Standards, spielt auf Hymen der Bürgerrechtsbewegung der 1960er an und gewährt seiner schwergewichtigen Hard-Bop-Band jede Menge Freiraum für Improvisationen – und wurde damit zum Stammgast im Nachmittagsfernsehen und auf den Playlists von AOR-Radiostationen. Doch für diese Sammlung von Songs von Nat King Cole, vermutlich für den Weihnachtsmarkt gedacht, setzt er voll und ganz auf den Bublé-Stil. Statt sich auf Coles beeindruckende Jazzkarriere zur konzentrieren – die Klavier/Bass/Gitarre-Aufnahmen aus den 1940ern auf Capitol, das After Midnight Album –, huldigen hier Vince Mendozas süßliche Arrangements für ein aus 70 Musikern bestehendes Orchester dem in Streicher getauchten Showbiz-Cole, und das mit einer Treue gegenüber dem Originalmaterial, die großteils müßig ist. Doch immerhin ist eine schwungvolle Big-Band-Version von „Ballerina“ wirklich gelungen und die mit kleiner Gruppe eingespielte Version von „L-O-V-E“ ist erstklassig, während Porter Freddy Coles „I Wonder Who My Daddy Is“ düstere Wahrheiten entlockt.

 

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