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Cowboy Junkies: All That Reckoning (Albumkritik)

 

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Cowboy Junkies: All That Reckoning (Proper)

 

 

Es sind bereits 30 Jahre vergangen, seit die Kanadier Cowboy Junkies mit ihrem zweiten Album The Trinity Session, einem Werk mit gedämpften Neuinterpretation von Rock- und Bluegrass-Standards und eigenen traurigen Songs, die Vorlage für Alt-Country schufen. In den Dekaden, die seither ins Land gezogen sind, hat sich allerhand verändert - sie wurden 1998 von Geffen fallengelassen und haben seither nicht mehr für ein Major-Label aufgenommen -, aber der Glaube der Band an „rootsy“ Klänge ist unerschütterlich, wie ihr erstes Album seit sechs Jahren deutlich unter Beweis stellt. Die Junkies präsentieren sich darauf in nachdenklichem Modus, widmen sich ihrer Vergangen und suchen nach Verbindungen in einer kaltherzigen, oberflächlichen Welt.“I don’t want to see your shining teeth/ Show me your bruised and battered heart,“, singt Margo Timmins auf „Shining Teeth“, dem Highlight dieses Albums, einer sparsamen Geschichte von Kummer, die durch Metaphern voller Gewalt besticht.

 

Auch musikalisch gibt es stürmische Momente („Missing Children“; „Sing Me a Song“), aber das Quartett schwingt sich nur zu klanglichen Höhen auf, wenn die Lichter gedämpft sind und die Atmosphäre Vorrang vor der Energie hat. Das entzückende „Wooden Stairs“ ist voller Sehnsucht (“If we could just sit on those wooden stairs again”) und verbindet schimmernde Gitarrenklänge mit Timmins schmachtender Stimme. Das Resultat ist ein Album, das zart und eher anspruchslos, aber nie zu gemütlich ist.

 

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