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Hören Sie sich Michael Jacksons neue, äußerst schwache Single „Hold My Hand“ an

 

michael-jackson-neverland-unpaid-1-150x150 Bei allen Veröffentlichungen von neuem Material des verstorbenen ehemaligen „King of Pop“ wird sich stets dieselbe Frage aufdrängen: Ist es wirklich er, der da singt? Angesichts seiner neuen Single „Hold My Hand“ sollten alle Fans Stoßgebete gen Himmel schicken und sagen: „Hoffentlich ist er es nicht“.

Ehrlich. Lässt man sein turbulentes Privatleben einmal beiseite und widmet sich nur dem Künstler Michael Jackson, muss man zu geben, dass er einige wirklich brillante Songs veröffentlichte. Sein Werk in den 1980-er Jahren war mitunter atemberaubend und erstaunlich in seiner Bandbreite.

Von Synthie-Soul bis zu gefühlvollen Balladen und hin zu verrücktem digitalisiertem Rock und unwiderstehlichen Disco-Klänge reichte das Material. Jackson veröffentlichte reihenweise großartige Songs und man hatte fast den Eindruck, sie flögen ihm nur so zu. Doch dann wurde er faul.

Michael Jackson wird immer als explosiver Popstar in Erinnerung bleiben, aber er war oft genauso brillant, wenn er entspannt an die Sache heranging. Man höre sich etwa „Rock With Me“ an, um zu erkennen, wie mitreißend er sein konnte, wenn er es leicht nahm. Selbst Songs wie „Human Nature“ zeigten einen MJ, der scheinbar mühelos alle umzuhauen vermochte, obwohl er klang, als habe er die Nummer in Unterwäsche eingesungen.

Doch nach Dangerous verlor Jackson irgendwie den Faden und schuf unnötig pompöse Tracks wie „Earth Song“ und den zuckersüßen schwülstigen Flop „You Are Not Alone“. Letzterer ist so langsam und fad, dass es mitunter wirkt, als würde der einst große Performer von einem tropfenden Wasserhahn begleitet.

Als er dann verstarb und die Leute sich mit einem Schlag daran erinnerten, wie gut er einst war, wurde allen klar, dass mit der Zeit alles unveröffentlichte Material auf den Markt geworfen werden würde.

Viele hofften, dass Jacksons späterer Output vielleicht durch sein Ego verdorben wurde und dass es noch jede menge hervorragender Pophymnen gäbe, die nur darauf warten, von uns gehört zu werden. Vergessen sie all die moralische Entrüstung – wir alle mögen doch MJ am liebsten, wenn er uns mit einer tollen Basslinie erfreut, nicht wahr?

Und dann tauchte „Breaking News“ auf und weckte, obwohl nicht wirklich überzeugend, Erinnerungen an den Michael Jackson, der ein Gespür für den Dancefloor hatte. Doch „Hold My Hand“, die erste offizielle Single aus dem Album Michael, ist ein Duett mit dem wie immer hassenswerten Akon bringt uns den enttäuschenden, den kitschigen Michael zurück, denn wohl die wenigsten vermisst haben dürften.

Dies ist nicht das erste Mal, dass MJ den talentlosen Akon an Bord geholt hat, um – freilich vergeblich - einer Nummer mehr Sexappeal zu verleihen. Können Sie sich noch an die unglückselige Neuaufnahme des im Original perfekten „Wanna Be Startin´ Something“ erinnern?

„Hold My Hand“ ist erstaunlicherweise sogar noch schlechter. Von dem abstoßenden „Akon and MJ“ Shout-out-Intro bis zu dem rückgratlosen langweiligen Tröpfel-Groove, der das ganze Srück nicht so wirklich vorwärts treibt, trottet der Song vor sich hin wie ein kranker Hund. Das Ergebnis vermag nur völlig verblendete Michael-Jackson-Anhänger zufriedenzustellen.

Schwach ist ein viel zu schwacher Ausdruck, um diesen Song zu beschreiben.

Und Sie können es selbst hören, indem Sie sich das folgende Video ansehen. Aber seien Sie gewarnt – Sie können sich die Nummer 30 oder 40 Mal anhören und werden dennoch nicht in der Lage sein, sich daran zu erinnern, wie das verdammte Ding geht. Mit Sicherheit einer der schlechtesten Jackson-Songs aller Zeiten.

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