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Tune-Yards: Whokill (Albumkritik)

 

TuneYards Tune-Yards

Whokill

(4AD)

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Es gibt in „Killa“, dem letzten Track von Whokill, einen wunderbaren Moment, da rappt Merrill Garbus gedankenlos: „I'm a new kinda woman/ I'm a lemon not a black-and-blue kinda woman.” Diese Texzeilen fassen die Stimmung ihres zweiten Albums als Tune-Yards perfekt zusammen: es ist scharfzüngig, intelligent, unverblümt, sehr feministisch, selbstbeherrscht. Und während die musikalische und textliche Kühnheit von Bird-Brains, ihrem Debütalbum aus dem Jahre 2009, aufgrund der eher amateurhaften Aufnahmetechnik nicht so ganz zur Geltung kam, ist hier jede Note und jede kontroverse Idee klar und deutlich zu hören. „My Country” hinterfragt, ob der Amerikanische Traum wirklich für alle gleichermaßen lebbar ist, wozu kurze Saxophon-Einsätze und schmatzende Synthesizer die passende Untermalung bieten. „Powa“ setzt sich mit dem Thema Sex als Zuflucht vor der Gewalt des modernen Lebens auseinander und flirtet mit sinnlichem R&B, doch die abgehackten Akkorde und die neckische Basslinie geben der Nummer einen verstörenden Unterton. Am Besten ist der prächtige Doo-Wop von „Doorstep“. In dieser Nummer schwebt Garbus´ Stimme traumgleich über dem unbearbeiteten Geklapper des Schlagzeugs und macht durch diese sanfte Zurückhaltung ihren Angriff auf die Polizeigewalt umso vernichtender.

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