„Also was ist dieses Spiel eigentlich?"
Hört sich nach einer einfachen Frage an, nicht wahr? Normalerweise gibt es darauf eine einfache Antwort: „ Es ist ein Platformer, bei dem es darum geht, die Prinzessin zu retten, indem man durch Wüsten und Ozeane springt.“ „Es ist ein Sci-Fi- Shooter. Man erschießt Aliens.“ „Schulsimulation trifft auf Dungeon Crawler.“
Far Cry 3 ist ein wenig schwerer zu definieren. Vielleicht ist das der Grund, warum ich dieses Spiel so sehr mag.
Ich spielte gerade erst am Wochenende wieder etliche Stunden lang das dritte Far Cry. Obwohl ich schon sehr viel gesehen und erlebt habe, bin ich noch immer von den Rook Islands und all den Dingen, die ich dort tun kann, begeistert.
Was mir an Far Cry 3 am besten gefällt, ist, dass es sich über die Grenzen der Videospielgenres hinwegsetzt. Es hält sich nicht sklavisch an die Konventionen. Es ist nicht nur ein Open-World-Abenteuerspiel, sondern auch ein Shooter. Und ein Rollenspiel. Und ein Stealth-Spiel. Und eine Großwildjagd-Simulation.
Manche bezeichnen es als Skyrim modernen Schusswaffen, aber ich meine, es ist mehr als das. Far Cry 3 ist Skyrim mit modernen Schusswaffen und Paragleitern und Autos und Motorbooten und Tigern und Drogentrips, dafür ohne Draugr. Es ist ein Spiel, in dem Sie sich an Ihre Feinde heranschleichen und diese mit der Armbrust lautlos töten können. Sie können aber auch den Dschungel einer LOST-artigen übernatürlichen Welt erforschen oder mit dem Sturmgewehr im Anschlag herumlaufen und alles niedermachen, was Ihnen in die Quere kommt. Es ist ein Spiel, das sich über Genres hinwegsetzt und diese kombiniert, wodurch es zu etwas Einzigartigem wird, zu etwas, das anders ist, als alle anderen Spiele da draußen.
Und in einer Gaming-Welt, in der Marketingleute und Manager großer Publisher versuchen, mit eingängigen Vergleichen und Phrasen an den Mann (und die Frau) zu bringen – „Es ist Call of Duty trifft Dragon Quest, Sie werden sehen!"—, gefällt es mir, auf ein spiel zu stoßen, dass nichts von dieses Konventionen hält. Auch wenn ein bisschen zu viel Dubstep darin zu hören ist.



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