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Timber Timbre: Hot Dreams (Albumkritik)

 

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Timber Timbre: Hot Dreams (Full Time Hobby)

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Timber Timbre sind Kanadier, doch ihre Musik weckt Erinnerungen an Ansel Adams' Photos US-amerikanischer Landschaften. Saxophone erschallen schwülstig und Gitarren klimpern, weshalb Hot Dreams wie der Soundtrack zu einem Western klingt, der von David Lynch inszeniert wurde. Die Stimme von Sänger Taylor Kirk ist verzerrt, , als wäre sie durch ein uraltes Mikrophon aufgenommen worden, mit vollem Slapback-Echo, wie man es von Elvis-Platten kennt. Seine Texte haben Biss: "You turned me on, then you turned on me", singt er schnulzig auf „This Low Commotion“. Songs haben überraschende Wendungen: in der Ballade „Run from Me“ setzt plötzlich ein Bolero ein, was dafür sorgt, dass Kirk noch mehr wie Roy Orbison klingt, dann nimmt der Song eine weitere Wendung und analoge Synthesizer sorgen für cartoonartiges Pathos, während man eher mit einem Crescendo, das zu Ohnmachtsanfällen führen könnte, gerechnet hätte. „The New Tomorrow“ taumelt am Rande der Dissonanz dahin, während der trällernde Saxophon-Riff der Titelnummer von Hot Dreams heftig verformt wird, da Timber Timbre die Taktart mehrmals verändern; und die Melodie von „Grand Canyon“ zitiert – ausgerechnet! - Boney Ms „Rivers of Babylon“.

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