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Warum ich die extrem bedauernswerten NPCs von Dark Souls liebe

 

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Was würden Sie auf die Frage antworten, was Ihnen an Dark Souls am besten gefällt? Ich nehme an, dass viele von Ihnen den Schwierigkeitsgrad nennen würden. Manche würden auf das sorgfältige, wohldurchdachte Leveldesign hinweisen oder auch die auf die verschwommene und oft mehrdeutige Geschichte dieser Fantasy-Welt. Mir gefallen an Dark Souls vor allem seine NPCs ausgezeichnet – nicht deshalb, weil ich seine Sammlung nicht zusammenpassender Charaktere als Feinde oder Begleiter so unterhaltsam finde, sondern weil sie all das oben Erwähnte noch deutlicher machen.

 

Aufgrund von Arbeit, anderen Spielen und gesellschaftlichen Verpflichtungen konnte ich Dark Souls 3s The Ringed City DLC - die letzte Erweiterung und angeblich der Schwanengesang der gesamten Serie - erst an diesem Wochenende zu Ende spielen. Nachdem ich das Ende erreicht hatte, entschloss ich mich, zu einigen meiner Lieblingsorte zurückzukehren, um nach Dingen zu suchen, die ich beim ersten Besuch nicht erledigen konnte, weil ich zu schwach dafür war. Zuerst begab ich mich zu den Demon Ruins des Smouldering Lake und watete in seinen Lavateichen herum. Ich kehrte dann in die Catacombs of Carthus zurück und fand mich schließlich in der Profaned Capital wieder, wo ich eine interessante Entdeckung machte. 

 

Nachdem ich Google konsultiert hatte, erkannte ich, dass ich bei weitem nicht der erste Spieler war, der diese Entdeckung machte: Neben dem Lagerfeuer (bonfire) oben auf dem runden Turm, der in der Nähe des Eingangs in diesen Bereich steht - derjenige, der von Leitern umgeben ist und auf allen Seiten von Headless Gargoyle Lancers bewacht wird —liegt der verstorbene Laddersmith (Leitermacher) Gilligan, der Leitermann aus Dark Souls 2. Da die Souls Serie quasi in Kreisen operiert, hat es den Anschein, als habe Gilligan in dieser Interpretation der Welt den Löffel abgegeben, obwohl er in Earthen Peak und in letzter Zeit auch in Majula, das davor kam, ein erfolgreiches Leben gelebt hat.

 

 

Es ist nicht klar, wie lange Gilligan schon in der Profaned Capital tot herumliegt, aber es ist durchaus möglich – wenn nicht gar wahrscheinlich -, dass Sie an ihm vorbeikommen, ohne ihn zu bemerken. Und das unterstreicht, wie brutal unerbittlich diese Welt ist – obwohl Sie sich alle Mühe geben, auf dem Weg zu den Bossen und Lords of Cinder zahllose abscheuliche Gegner zu eliminieren, schwebt jede lebende Seele in diesem Universum in ständiger Gefahr. Gilligan war wahrlich kein zentraler Charakter in Dark Souls 2, doch sein belangloses „Auftauchen“ in Spiel Nummer drei beweist, dass diese Welt unermüdlich weiterläuft, was auch immer passieren mag, und dass Sie und alle anderen nur ein Tropfen in ihrem ausgedehnten, vergifteten, an Abgründen reichen Ozean sind.

 

Obwohl auch andere Charaktere im Laufe der Serie mehrmals auftauchen – Patches ist nur ein Charakter, der einem einfällt -, wartet das erste Dark Souls wohl mit den besten Beispielen unglückseliger NPCs auf, die die Unmenschlichkeit der Souls Welt verdeutlichen. 

 

Griggs of Vinheim, ein Student der Zauberei (sorcery), zum Beispiel wird früh im Spiel in der Undead Burg vor der Kerkerhaft gerettet und verkauft Ihnen Zauber und Zauberwerk, während er auf die Ankunft des Meisterzauberers Big Hat Logan beim Firelink Shrine wartet. Er ist erfreut, als Sie irgendwann Logan aus Sen's Fortress befreien, doch ist er später verzweifelt, als Logen heimlich zu den Grand Archives aufbricht. Griggs macht sich auf den Weg zu Sen's Fortress — vermutlich weil Sie Logan dort zu einem früheren Zeitpunkt fanden -, nur um zu sterben und „hollow“ (hohl, seelenlos, zum Geist) zu werden. 

 

Eine ähnliche Geschichte ist mit dem Pyromancer (Feuerzauberer) Laurentius of the Great Swamp verknüpft, den Sie aus der Gefangenschaft in The Depths retten. Wie Griggs möchte er einem erfahreneren Magier dienen: Quelaana of Izalith. Er reist später nach Blighttown, wo er ebenfalls stirbt und „hollow“ wird.

 

 

Diese Geschichten stärken die Vorstellung, dass die Welt von Dark Souls weitergeht, was auch immer passieren mag, denn es gibt keinen wirklichen Grund für den Spieler, zu diesem Zeitpunkt im Spiel zu Sen's Fortress oder in diesen Bereich von Blighttown zurückzukehren, so dass man zumeist nur rein zufällig auf diese bestimmten verstorbenen Charaktere stößt. Sie ähneln dem Spieler, der bis dahin zweifellos schon etliche Tode gestorben ist, denn auch sie haben bei ihrer Quest in zwei der schwierigsten und gefährlichsten Arenen, die das Spiel zu bieten hat, versagt.   

 

Der bereits erwähnte Big Hat Logan reist zu den Archiven, um mehr über die dunklen Künste (dark arts) zu lernen und seine Fähigkeiten zu steigern und neue hinzuzugewinnen, doch zu viel Wissen treibt ihn in den Wahnsinn – letztlich wird er entdeckt, wie er fast nackt herumläuft, nur mit seinem charakteristischen übergroßen Hut auf dem Kopf. 

 

Siegmeyer of Catarinas Ableben ist komplizierter, doch auch er muss trotz all seiner Bemühungen seinem Schöpfer gegenübertreten. Es ist zwar möglich, Solaire of Astora —er ist der Mann, dem wir die berühmteste Geste der Serie verdanken (auf dem GIF unten zu sehen -, doch ein paar Fehltritte des Spielers gegen Ende des Spiels können dazu führen, dass er während seinem Bemühen, die Sonne zu verfolgen, dem Wahnsinn anheimfällt.  

 

 

Wie oben ausgeführt, muss der Spieler durch eine Serie von Reifen hüpfen, um auch nur den schlimmsten Ausgang zu erleben, was es noch schwer macht, den Tod dieser NPCs – oft durch die widerstrebende Hand des Spielers – zu akzeptieren. Dennoch dient jeder Tod dazu, noch deutlicher zu machen, in welch einer grausamen Welt diese Charaktere leben, was wiederum dafür sorgt, dass es sich lohnt ihre Geschichten zu entdecken und zu verfolgen. 

 

Natürlich sind viele ähnliche Geschichten in die Serie eingestreut, doch während ihre Feinde, Bosse und beschwerliche Geographie die Souls Spiele so herausfordernd machen, sind es die gefallenen Helden, die Ihren Erfolg unterstreichen. 

 

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