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Kate Rusby: Angels & Men (Albumkritik)

 

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Kate Rusby: Angels & Men (Pure Records)

 

 

Es gibt einen Stil, der mittlerweile gleichbedeutend mit Weihnachten im 21. Jahrhundert ist: es ist der Sound eines Erwachsenen, der wie ein Kind singt, dessen Atem die Fensterscheibe beschlägt wie falscher Schnee aus der Sprühdose, so dass alte Klassiker in brave, fragile Faksimiles verwandelt werden. Kate Rusby hat eine dieser Stimme – hübsch für viele, rührselig für andere -, die leider auf ihrem vierten Album mit festlichen Songs über wenig Kraft verfügt und ziemlich eintönig ist. „Let It Snow“ und „Deck the Halls“ werden auf dieselbe distanzierte, feine Art vorgetragen; jede Zeile fällt und schmilzt dann, ohne eine Spur zu hinterlassen. Moderne Songs wie „Santa Never Brings Me a Banjo“ scheinen maßgeschneidert, um auf kitschige Weise weihnachtliche Gefühle zu wecken (“maybe it’s too tricky for the elves” singt Rusby); himmlisches Leuchten wird nur auf der traditionellen Ballade „Paradise“ geboten, die an die von Clannad heraufbeschworenen Atmosphären erinnert. Insgesamt jedoch wirkt dieses Album wie ein Weihnachtswerbespot von John Lewis, der auf 52 Minuten ausgewalzt wurde.

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