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Depeche Mode: Delta Machine (Albumkritik)

 

depeche mode 01 Depeche Mode

Delta Machine

(Columbia)

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Auf ihrem 13. Album werden Depeche Mode wie eh und je von ihrem mangelnden Willen beeinträchtigt, auch nur einen Lichtstrahl in ihre Welt des Schwermuts zu lassen. Wie viel großartiger und befriedigender wären ihre Alben nicht stets in Trostlosigkeit getaucht: jedes behäbige elektronische Rasseln und Klappern ist voll davon, jede sonore Silbe, die Dave Gahan singt, negiert die Möglichkeit, dass das Leben unkompliziert, ja sogar angenehm und erfreulich sein kann. Angel, ein quasi-religiöser Techno-Rock-Mashup, deutet an, dass ihm Glückseligkeit nicht vollkommen fremd ist („The angel of love was upon me and Lord, I felt so clean“, stimmt er an), aber selbst hier klingt er, als würde er für etwas Buße tun – und dass, obwohl in dem Song auch beschrieben wird, wie Nick Cave einst in einem Gummishop gustierte. Die Kehrseite der Medaille ist, dass die herbe, ernste Musik, die diese Düsternis begleitet, oft sehr schön ist. Wenn sie in den vergangenen 30 Jahren etwas gelernt haben, dann ist es, wie man Üppigkeit und Minimalismus so ausbalanciert, dass man den maximalen Effekt erreicht: so schleicht sich zum Beispiel „Slow“ Abschnitt für Abschnitt an den Hörer heran, wobei sein Blues-Gitarrenriff einem Gospelchor Platz macht. My Little Universe ist Techno aus geschliffenem Glas, jeder Beat genau überlegt ausgewählt. Heaven hingegen, die Single, äfft Portishead allzu sehr nach.

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