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Flying Saucer Attack: Instrumentals 2015 (Albumkritik)

 

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Flying Saucer Attack: Instrumentals 2015 (Domino)

Die in Bristol beheimateten Flying Saucer Attack waren eine Anomalie, als sie während der Britpop-Ära auf der Bildfläche erschienen. Waren sie Shoegazers? Post-Rock-Pioniere? Instrumentals 2015 ist Flying Saucer Attacks erstes Album seit 15 Jahren und es kann ihren geheimnisvollen Nimbus nur weiter vergrößern. David Pearce, nun einziges Mitglied der Gruppe, hat nicht nur den Gesang aus seinem 90-er-Jahre-Sound entfernt, sondern so gut wie alles außer seiner Gitarre, die auf mehrere Spuren aufgenommen und mit Verzerrung und Delays bearbeitet wurde. Dies sind düstere Stücke, fast mittelalterlich in ihrer Strenge. Auf „Instrumental 5“ – die Tracks haben Nummern und keine konventionellen Songtitel – klingt Pearces Gitarre wie eine Kirchenorgel. Darauf folgen die zum Glück nur kurzen Feedback-Attacken von „Instrumental 6“. Daneben bietet dieses Album riesige Echos im Stil von The Durutti Column („Instrumental 3“) und ein leibliches wogendes Stück im Stil von Brian Eno („Instrumental 9“). Sich wiederholende Melodien sind rund um Orgelpunkte aufgebaut, die klingen, als entstammten sie der englischen Folktradition, obwohl weit und breit keine Spur akustischer Instrumente zu finden ist.

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