Das Neueste

The Walking Dead Season 2: All That Remains – Der Spaß und Spiele Test

 

the walking dead 2 review 01

Sie werden vielleicht noch nicht darüber nachgedacht haben, aber im Universum von The Walking Dead ein Kind zu sein, wäre wirklich beschissen. In der realen Welt ein Kind zu sein? Cool wie ein Eiszapfen. Man kommt um ungefähr 3 Uhr nachmittags aus der Schule, erledigt die leichte Mathematikhausübung und isst dann Kekse und Chips, während man sich Cartoons ansieht oder Videospiele spielt. Aber wenn die Toten anfangen, die Lebenden zu jagen, muss es furchtbar sein, ein Kind zu sein.

Alle Zombies sind größer und stärker als man selbst, weshalb man sie nicht abschütteln kann, wenn sie einen einmal gepackt haben, und die Leute, mit denen man interagiert, sind verängstigt und soziopathisch. Das bedeutet, dass sie ein Kind einfach auffressen werden, weil sie verrückt sind, oder dass sie es ignorieren werden, weil sie meinen, alles besser zu wissen. In jeder anderen Situation hätten sie damit sogar recht, weil Kinder normalerweise extrem dumm sind, aber wenn man Clementine steuert, ein kleines Mädchen, dass mehr Erfahrung im Töten von Untoten hat als so ziemlich alle anderen Menschen, ist das Ganze um einiges komplizierter – und viel interessanter.

the walking dead 2 review 02

Clementine wird von den meisten Leuten, denen sie in All That Remains begegnet, als Bürde betrachtet. Ob sie mit neuen Charakteren interagiert oder mit den wenigen, die aus The Walking Dead: Season 1 verblieben sind, sie wird im Grunde ignoriert. In einem Spiel macht- und kraftlos zu sein, ist ein ziemlich neues Gefühl und das Ganze wurde hier extrem gut umgesetzt, was einen Staffelanfang zur Folge hat, der noch düsterer wirkt als der erste Teil der ersten Saison.

All That Remains spielt sich im Prinzip genau so wie die vorherigen Episoden, aber Telltale fand clevere Wege, um zu erreichen, dass die Quick-Timer Events auch mit der neuen Heldin funktionieren. Clem muss sich auf Schnelligkeit und heimliches Vorgehen verlassen, um Zombies aus dem Weg zu gehen, da sie körperlich nicht so stark und befähigt ist, wie Lee es war. Wenn sie von einem Zombie gepackt wird, kann sie nicht einfach wiederholt auf den A Button drücken, bis sie den Kopf des Angreifers abschlägt/-tritt – sie muss versuchen, den Zombie wegzustoßen und davonzulaufen, oder sich aus der Umklammerung winden, um flüchten zu können.

the walking dead 2 review 03

Dadurch ändert sich das Tempo des Spiels doch erheblich, aber die Unterschiede sind nicht so groß, dass diese Episode jene bekehren könnte, die der Ansicht sind, das Gameplay von Saison 1 sei zu langweilig. Sie werden dennoch ausgiebig auf den A Button drücken und es wird noch immer nicht dasselbe Maß an Kontrollmöglichkeiten geboten wie in einem Spiel wie The Last of Us. Wenn Sie zu denjenigen gehören, die der Meinung sind, dass sich The Walking Dead Season 1 zu sehr auf QTEs verließ, wird nichts an der neuen Saison in der Lage sein, Sie zu bekehren. Nach dem dies gesagt ist, möchte ich darauf hinweisen, dass es andere Änderungen an der Formel gibt, die Ihre Meinung ändern könnten. Eine wichtige Änderung gibt es bei den Dialogen, die einen Großteil Ihrer Interaktionen in der Spielwelt ausmachen. Wenn Sie mit Leuten sprechen, können Sie nicht einfach brachial vorgehen, wie es mit Lee möglich war, sondern Sie müssen sich genau überlegen, welche Art von Clementine Sie sein möchten und diese Vorstellung als Maßstab dafür verwenden, wie die junge Dame auf die Welt reagiert. Und da Sie sicher noch nicht in allzu vielen Spielen als kleines Mädchen gespielt haben, bedeutet das, dass Sie sich in The Walking Dead Season 2 in einer ziemlich einzigartigen Situation befinden.

Möchten sie Leute traurig machen und sie daran erinnern, dass Sie ein Kind sind? Möchten Sie brutal ehrlich sein und sie mit Ihrem Wissen schockieren? Möchten Sie still bleiben und die Erwachsenen Lösungen finden lassen? Sie werden noch immer viele Gelegenheiten haben, Entscheidungen zu treffen, die die Story verändern, aber das erfolgt auf eine Weise, die für Clementine mehr Sinn macht. Die Entscheidungen, die Sie in der 1. Saison trafen, spielen immer wieder einmal eine Rolle, aber keine wichtige, Charaktere werden nebenbei Ereignisse der vorangegangenen Episoden erwähnen, wodurch eine gewisse Verbindung mit diesen, aber keine Abhängigkeit von ihnen deutlich wird. Telltale sagt, dass sich dies in den kommenden Episoden ändern wird, wenn mehr Verbindungen enthüllt werden, aber derzeit sieht es so aus, als sollte Season 2 nicht allzu sehr auf den Entscheidungen aufbauen, die man in Saison 1 getroffen hat.

Ich war mir anfänglich nicht sicher, was ich davon halten soll, dass Telltale die Spieler in Season 2 in die winzigen Schuhe von Clementine schlüpfen lässt, aber nach der ersten Episode bin ich davon überzeugt, dass dies eine gute Entscheidung war. Die Mechanik bleibt in Season 2 unverändert und alles wirkt vertraut, aber es wird eine Perspektive geboten, die in postapokalyptischen Spielen zumeist ignoriert wird und die ein ziemlich ausgelutschtes Setting unglaublich frisch wirken lässt (nur die Zombies sind und bleiben dieselben alten verrottenden Gestalten).

Anmerkung: Eine Bewertung wird es erst geben, wenn alle Teile der 2. Saison erschienen sind.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Spass und Spiele Designed by Templateism.com Copyright © 2016 |

2013 - 2016 Spass und Spiele. Designbilder von Bim. Powered by Blogger.