Maps: Vicissitude (Albumkritik)

 

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Maps: Vicissitude (Mute)

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James Chapman ist Northamptons feinster Popexport seit der Gothic-Band Bauhaus in den 1980-er Jahren und gewann mit seinem Electronic-Debüt We Can Create nicht nur viele Fans, sondern auch eine Mercury Nominierung. Doch mit der ein wenig zu sehr zugedröhnten Fortsetzung Turning the Mind vergraulte er sehr viele wieder. Seit damals scheint sein Leben völlig aus den Fugen geraten zu sein. Sein drittes Album folgt auf eine Periode von etwas, das er als „change (the meaning of 'vicissitude'), struggle and coming through it" beschreibt. Die gute Nachricht ist, dass diese Phase seinen kreativen Antriebe verfeinert zu haben scheint: Die Songs verbreiten ein ätherisches Gefühl von Unbehaglichkeit, von dem Geständnis, dass er in die Sonne starrt und erkennt, dass „it don't feel right", auf grandiosen Eröffnungstrack „AMA bis hin zum scharfen Urteil über eine gescheiterte Beziehung auf „Insignificant Others“. Doch trotz all des therapeutischen Geredes, dass er gelernt habe, „sich selbst zu vergeben“, sind die Songs bis zum Rande mit der Freude der Genesung erfüllt. Dies sind großartige Traumpop-Nummern mit plötzlichen, unerwarteten Wendungen und Gangwechseln: Pet Shop Boys meet Moby in seinen elektronischsten und glückseligsten Momenten. Ein Künstler, den man (wieder) im Auge behalten sollte.

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